Autonomietraining
Mi, 28.01.2009 | Zurück zur Übersicht
Autonomietraining als Prävention
Gibt es eine wirksame Prophylaxe
gegen Krebs?
Und kann dass was Krebserkrankungen verhindern hilft, sich auch positiv auf
die Prävention anderer chronischer Erkrankungen auswirken?
Eine Antwort auf diese Fragen
findet man in der Studie von Prof. Dr. Grossarth-Maticek. Diese Studie begann
1973 und endete 1996. Daran waren insgesamt 31508 Personen im Alter von 32 bis
68 Jahren beteiligt. Eine Studie, die den Anspruch erheben kann, repräsentativ zu
sein. In dieser Studie ging es nicht darum, was eine Krankheit auslöst und dass das Weglassen dieses Faktors eine Krankheit verhindert. Sondern es ging um die
Wechselwirkung verschiedener Faktoren untereinander. So gesehen eine systemische
Forschungsarbeit. Der Mensch als Individuum ist nur ganzheitlich zu betrachten
und deshalb ist es wichtig, alle ihn
umgebenden Faktoren mit einzubeziehen, wenn man den Menschen erforschen will. Das Ergebnis dieser Studie ist meines
Erachtens überraschend deutlich und kann helfen, die oben erwähnten Fragen zu
über 50% mit ja zu beantworten. Denn schon während seiner Arbeit hat Prof. Dr.
Grossarth-Maticek eine Methode entwickelt, die mit wenig Aufwand die Wechselwirkung
krankmachender Faktoren auf positiver Weise verändert und somit ihren deutlichen Einfluss auf die Gesundheit bewiesen.
In der Studie von
Grossarth-Maticek handelt es sich um eine systemische Studie, die so viele
Faktoren wie möglich in die wissenschaftliche Untersuchung einbezieht.
Damit wird er am ehesten dem ganzheitlichen Prinzip des Menschen gerecht. In
dieser Forschungsarbeit ging es nicht um Fragen wie "Löst rauchen
Lungenkrebs aus?", sondern es ging darum, wie das Zusammenspiel einzelner
Faktoren, z.B. das Rauchen, Stress und die genetische Disposition zu bewerten ist.
Denn wie in der Salutogenese beschrieben und vielen Menschen aus eigener
Erfahrung bekannt, gibt es immer wieder Menschen, die trotz erheblicher
Belastung oder Fehlverhalten nicht an dem erkranken oder gar sterben, wie es
nach bisherigen Forschungsergebnissen zu erwarten wäre. Es kann also keine
globale Aussage über die Wirkung einzelner Faktoren auf unsere Gesundheit
gemacht werden. Auch die Theorie einer Krankheitspersönlichkeit wurde schon vor
Jahren widerlegt. Grossarth-Maticek hat allerdings das psychologische Argument
als Faktor in seine Untersuchung einbezogen und dazu die Menschen in sechs
verschiedene Stresstypen (Verhaltenstypen?) eingeteilt. Es zeigte sich, dass
ein bestimmter Stress – Typ in der Wechselwirkung mit anderen/bestimmten
Faktoren zu vorhersagbaren Krankheiten neigt. Und das diese Typologie ein
Faktor ist, der sich nicht einfach zu anderen Faktoren addieren lässt, sondern
sich synergistisch verhält. Das heißt, das Risiko, eine bestimmte Erkrankung
erleiden zu müssen, ist höher als die Summe der Risikofaktoren.
Typologie nach Grossath-Maticek
Typ 1
Die Stress(bewältigungs?)struktur
dieses Typs besteht darin, dass diese Person eine Blockade besitzt, Bedürfnisse
zu befriedigen. Diese Blockade entsteht aufgrund innerer oder sozialer Hemmung.
Die Bedürfnisse dieser Person richten sich an einen Menschen aus, zu dem eine
starke Beziehung besteht, dessen Nähe immer wieder gesucht wird. Die
Bedürfnisse diesem Menschen gegenüber könne aufgrund der inneren oder sozialen
Blockaden nicht befriedigt werden. Der Typ 1 Mensch begibt sich nun in eine
erhöhte Aktivität die Bedürfnisse zu befriedigen und die Nähe zu diesem Menschen doch noch zu
erreichen. Dabei kann es sein, dass diese Person sich in ihren Aktivitäten
vollkommen verausgabt und in einen körperlichen und seelischen Erschöpfungszustand
gerät. Dieser Zustand führt nicht dazu sich eine Phase des Ausruhens zu gönnen,
sondern verstärkt noch einmal die Suchaktivität nach Nähe und
Bedürfnisbefriedigung.
Dieser Typ Mensch neigt, im Zusammenwirken mit anderen Faktoren, zu chronischen
Krankheiten und bestimmten Arten von Krebs.
Typ 2
Der Typ 2 Mensch fühlt sich von
seiner Umwelt eher bedroht. Er macht diese Bedrohung an ihn umgebenden Menschen, z.B. am Partner oder am Vorgesetzten, aber auch an negativ bewerteten,
gesellschaftlichen Umständen oder an eigenen missempfundenen Gewohnheiten, wie zum Beispielsich sich als Rabenmutter zu fühlen weil man sein Kind in den Kindergarten gehen lässt, fest.
Dieser Mensch sucht Distanz zu all den bedrohlich empfundenen Objekten, die er
aber nicht zu seiner Zufriedenheit erreicht. Für das nicht Erreichen der
Distanz ist eine Ambivalenz zwischen dem, "Sich entfernen Wollen" auf der einen
Seite und dem "Sich angezogen fühlen" auf der anderen Seite, verantwortlich. Kann
diese Ambivalenz nicht gelöst werden, kommt es zu Aggression, Verspannung oder
nicht zu bewältigenden Angstgefühlen.
Dieser Typ 2 Mensch neigt in dem Zusammenspiel mit anderen Faktoren zu Herzkreislauferkrankungen wie Herzinfarkt und Hirninfarkt.
Dieser Typ 2 Mensch neigt in dem Zusammenspiel mit anderen Faktoren zu Herzkreislauferkrankungen wie Herzinfarkt und Hirninfarkt.
Typ 3
Typ 3 ist der sog. egoistisch –
narzisstische Typ. Dieser Mensch äußert klar und deutlich seine Bedürfnisse und
sorgt auch ganz gezielt für seine Bedürfnisbefriedigung. Er ist ein Mensch, der
sich gerne in den Mittelpunkt stellt und seine Genialität an geeigneter Stelle
zum Ausdruck bringt. Er erreicht mit seinem Verhalten immer wieder die
Aufmerksamkeit und auch die Nähe seiner Mitmenschen. Der Typ 3 Mensch
entwickelt ein enormes Bestreben nach Nähe, so das es auch zu einer übergroßen
Nähe kommen kann. Dieser übergroßen Nähe begegnet er dann mit einer übergroßen
Distanz. Der Typ 3 Mensch handelt also immer in seinem Sinne.
Problematisch wird es erst, wenn Mitmenschen entgegen seinem Bestreben
reagieren. Diese Erfahrung lässt die Person mit der Typ 3 Struktur kurzfristig
besonders heftig leiden. Sein egoistisches und narzisstisches Verhalten schützt
ihn davor, längere Zeit zu leiden.
Intensive aber nur kurz anhaltende Symptome sind z.B. unangemessene verbale Aggressionsäußerungen, Größenwahn, Angst usw.
Intensive aber nur kurz anhaltende Symptome sind z.B. unangemessene verbale Aggressionsäußerungen, Größenwahn, Angst usw.
Typ 4
Ein Mensch mit diesem Verhalten
weist eine Struktur der flexiblen und sozialen Stressbewältigung auf. Er ist
durch seine Fähigkeit sich flexibel an soziale Notwendigkeiten anzupassen
hervorragend in der Lage, Stresssituationen dauerhaft zu bewältigen. Durch seine
Fähigkeit der Integration gelingt es immer wieder Bedingungen herzustellen, die
für sein Wohlbefinden und seine Bedürfnisbefriedigung geeignet sind.
Diese Struktur sorgt auch bei sonst problematischen, eher krankmachenden Faktoren zu lang anhaltender Gesundheit.
Diese Struktur sorgt auch bei sonst problematischen, eher krankmachenden Faktoren zu lang anhaltender Gesundheit.
Typ 5
Hierbei handelt es sich um einen
Menschen mit einer rational – antiemotionalen Bedürfnisbefriedigung. Das heißt,
dass alle Bedürfnisse ratiomal begründet und rational befriedigt werden. Gefühle
werden eher verdrängt oder nicht beachtet. In eine schwierige Situation gerät
dieser Mensch dann, wenn er die Kontrolle über seine Bedürfnisse und Gefühle
verloren hat.
Hier besteht eine Neigung zu psychologischen Erkrankung.
Hier besteht eine Neigung zu psychologischen Erkrankung.
Typ 6
Dies ist ein Mensch, der sich
antisozial verhält. Seine Bedürfnisbefriedigung setzt diese Person auch dann
durch, wenn er damit andere Menschen verletzt oder in der Entfaltung ihrer
Bedürfnisse behindert. Er nutzt andere Menschen gerne aus und bindet sie stark
an sich. Im Gegenzug dazu ist der Typ 6 Mensch nicht in der Lage, sich selbst zu
binden oder seine Energie für andere Menschen einzusetzen.
Der Typ 6 tendiert zu Suchterkrankungen.
Wenn man sich nun die Beschreibungen aller Typen außer Typ 4 ansieht, dann muss
auffallen, dass diese fünf Beschreibungen immer denselben Umstand darlegen.
All diese Personen schaffen es nicht, langanhaltend und im sozialen Kontext
regelmäßig Situationen herzustellen, in denen Wohlbefinden, Lustgefühl, ein
Gefühl von Sicherheit, Hoffnung, Sinnerfüllung und damit eine
Bedürfnisbefriedigung entsteht. Die Fähigkeit Situationen herzustellen, in denen
die Bedürfnisbefriedigung entsteht, bezeichnet Grossarth-Maticek als die
Selbstregulation eines Menschen (siehe Typ 4). Der Mensch, der aus sich selbst
heraus, also autonom, flexibel in seinem Verhalten ist, sich anpassen kann und
gleichzeitig Integrationsfähig ist, wird Stress gut bewältigen können. Er ist
am ehesten in der Lage seine Bedürfnisse anhaltend und im Einklang mit seiner
Umwelt zu befriedigen.
Aufgrund dieser Erkenntnis hat Grossarth-Maticek während seiner Studie eine
Interventionsform entwickelt und die Wirkung dieser Intervention gleich in
derselben Studie untersucht. Diese Intervention nannte er das
Autonomietraining.
Autonomietraining
Das Autonomietraining hat das
Ziel, die Selbstregulationsfähigkeit des Klienten zu entwickeln und / oder zu
stärken. Es geht davon aus, dass jedes Individuum bestrebt ist Situationen
herzustellen, in denen Wohlbefinden, Lust, ein Gefühl von Sicherheit,
Sinnerfüllung und Hoffnung entstehen. Und dass das regelmäßige Erleben dieser
Gefühle eine elementare Vorraussetzung für Gesundheit ist. Das Autonomietraining
geht weiterhin davon aus, dass jeder Mensch die Fähigkeit hat Situationen
herzustellen, die hilfreich sind solche Gefühlszustände zu erleben. Dass aber
bestimmte kognitiv – emotional gesteuerte Verhaltensweisen in der Lage sind den
Menschen daran zu hindern die Selbstregulation auszuüben.
Das Autonomietraining ist ein effektives Gesundheitstraining, in dem kognitiv – emotionale Mechanismen untersucht werden, die dem Wohlbefinden entgegen gesetzten Verhalten hervorbringen. Diese kognitiv – emotionale Mechanismen können im Autonomietraining von Klienten selbst aufgelöst werden und dadurch können neue, der Selbstregulation dienliche Mechanismen entstehen. So bildet sich autonom, und damit sehr wirkungsvoll, ein neues gesundheitsförderndes Verhalten.
Das Autonomietraining ist ein effektives Gesundheitstraining, in dem kognitiv – emotionale Mechanismen untersucht werden, die dem Wohlbefinden entgegen gesetzten Verhalten hervorbringen. Diese kognitiv – emotionale Mechanismen können im Autonomietraining von Klienten selbst aufgelöst werden und dadurch können neue, der Selbstregulation dienliche Mechanismen entstehen. So bildet sich autonom, und damit sehr wirkungsvoll, ein neues gesundheitsförderndes Verhalten.
Was passiert im Autonomietraining
Das
Autonomietraining läuft in eine Art Beratungssituation ab, in der der Klient
sich zunächst auf sein inneres Selbst kalibriert. Er versucht herauszufinden,
was ihm in seiner Erlebniswelt, an körperlichen, sozialen und emotionalen Empfindung,
in Beziehungsfragen, in seiner kulturellen und beruflichen Welt und in seiner
Glaubenswelt gut tut. Der Klient erforscht weiterhin, was ihm in diesen
Bereichen Kraft nimmt und ihn eher schädigen könnte, um sich dann zu fragen,
was er tun könnte, um Wohlbefinden herstellen zu können. In dieser Kalibrierung
werden schon die ersten nutzbaren Fähigkeiten und Ressourcen des Klienten
sichtbar. Natürlich ist das Thema mit dem ein Klient in die Beratung kommt, der
Ausgangspunkt für jede weitere Arbeit. Das heißt,dass es an dieser Stelle
wichtig ist, den Klienten nach seinem Ziel oder seinem Wunsch zu fragen, nach dem ein Problem geschildert wurde. Oft fällt es den Menschen schwer sich
vorzustellen, was wirklich ihr Ziel ist. Leichter dagegen ist es zu sagen, was
man gerne aus seinem Leben streichen möchte. Aber wenn sich ein Klient auf das
fokussiert, was er nicht möchte, hat er keine Vorstellung davon, was er gerne
möchte. Diese Vorstellung ist es aber, die uns hilft Ressourcen freizusetzen.
Nehmen wir das Beispiel eines Sportlers, der sich für den Wettkampf wünscht,
dass er nicht der Letzte sein wird. Seine Vorstellung, seine inneren Bilder
liegen immer auf dem letzten Platz dieses Sportereignisses. Und die Energien
dieses Sportlers gehen auch dort hin. Stellt er sich aber einen Platz in den
vorderen Reihen vor, so mobilisiert er Ressourcen, die ihm viel mehr Kraft geben
etwas zu erreichen. Dieses Wissen ist den Trainern im Profisport längst bekannt
und wird entsprechend genutzt.
Ist also das Problem und das Ziel ausreichend besprochen, sucht man eine Analogie zu den Erfahrungen, die der Klient mit seinem Problem gemacht hat. Diese Analogie ist oft eine Erfahrung aus der älteren oder auch jüngeren Vergangenheit, die den Klienten über die dort ablaufenden Mechanismen aufklären kann, so dass er mit dem heutigen Wissen und Emotionen wesentlich besser in der Lage ist, eine Hypothese zu der prägenden Erfahrung aufzustellen. Diese Hypothese, in Verbindung mit den aus der Kalibrierung erfahrenen Ressourcen, birgt häufig schon die Möglichkeit ein neues Verhalten zu initiieren, das dem Klienten hilft, immer wieder Situationen herzustellen, in denen Wohlbefinden für ihn entsteht. Es können sich in der Analogie oder in der Hypothese aber auch Ambivalenzen zeigen, die für den Klienten nicht lösbar zu sein scheinen. Er muss sich für das eine oder das andere Argument entscheiden und diese Entscheidung ist dann nur einen Kompromiss, der verhindert, dass ein Wohlgefühl entstehen kann. Z.B. bei dem Bedürfnis seine Kinder gut zu erziehen.
Für Kinder ist es wichtig genügend Freiraum zu haben, um ihre kindliche Fantasie auszuleben, um sich mit anderen Menschen auseinander zu setzen, um die Möglichkeit zu haben Reibungen zu erleben und um ihre Kreativität voll entwickeln zu können. Auf der anderen Seite brauchen Kinder Regeln, die sie befolgen müssen, sie brauchen Grenzen in ihrem Verhalten und sie brauchen eine starke Person an ihrer Seite. Dies kann für ein Elternteil ein Wiederspruch sein, den er/sie nicht aufzulösen vermag und sich damit mal zu freigiebig und mal zu streng gegenüber seinem Kind empfindet. Und damit fühlt sich dieser Elternteil in seiner Rolle als Erziehender immer überfordert und unwohl.
Im Autonomietraining kann der Klient jetzt für sich die Hypothese entwickeln, dass es sinnvoll ist, einem Kind Regeln aufzuzeigen, für dieses Kind eine starke Person zu sein usw., weil sich dann das Kind in diesem Rahmen sicher fühlt. Denn wenn ein Kind den Freiraum bekommt, kann es sich dort am besten entwickeln wenn es sich auf dieses Gefühl von Sicherheit verlassen kann. Der Klient kann jetzt beide Rollen gut vertreten und fühlt sich dabei sehr wohl, denn er weiß, dass diese so verschiedenen Erziehungsstile für ihn kein Wiederspruch mehr darstellen.
Dieses Beispiel scheint für den Leser dieses Artikels möglicherweise eine ganz klare Geschichte zu sein und stellt für ihn kein Wiederspruch dar,aber für Klienten ist es oft so, dass einfache Zusammenhänge aufgrund ihrer Blockaden oder aufgrund des Stressempfindens nicht gesehen werden. Erst eine Beratung wie das Autonomietraining, bringt den Klienten in eine Situation, in der sich Blockaden lösen und seine Sichtweise offener wird.
Ist also das Problem und das Ziel ausreichend besprochen, sucht man eine Analogie zu den Erfahrungen, die der Klient mit seinem Problem gemacht hat. Diese Analogie ist oft eine Erfahrung aus der älteren oder auch jüngeren Vergangenheit, die den Klienten über die dort ablaufenden Mechanismen aufklären kann, so dass er mit dem heutigen Wissen und Emotionen wesentlich besser in der Lage ist, eine Hypothese zu der prägenden Erfahrung aufzustellen. Diese Hypothese, in Verbindung mit den aus der Kalibrierung erfahrenen Ressourcen, birgt häufig schon die Möglichkeit ein neues Verhalten zu initiieren, das dem Klienten hilft, immer wieder Situationen herzustellen, in denen Wohlbefinden für ihn entsteht. Es können sich in der Analogie oder in der Hypothese aber auch Ambivalenzen zeigen, die für den Klienten nicht lösbar zu sein scheinen. Er muss sich für das eine oder das andere Argument entscheiden und diese Entscheidung ist dann nur einen Kompromiss, der verhindert, dass ein Wohlgefühl entstehen kann. Z.B. bei dem Bedürfnis seine Kinder gut zu erziehen.
Für Kinder ist es wichtig genügend Freiraum zu haben, um ihre kindliche Fantasie auszuleben, um sich mit anderen Menschen auseinander zu setzen, um die Möglichkeit zu haben Reibungen zu erleben und um ihre Kreativität voll entwickeln zu können. Auf der anderen Seite brauchen Kinder Regeln, die sie befolgen müssen, sie brauchen Grenzen in ihrem Verhalten und sie brauchen eine starke Person an ihrer Seite. Dies kann für ein Elternteil ein Wiederspruch sein, den er/sie nicht aufzulösen vermag und sich damit mal zu freigiebig und mal zu streng gegenüber seinem Kind empfindet. Und damit fühlt sich dieser Elternteil in seiner Rolle als Erziehender immer überfordert und unwohl.
Im Autonomietraining kann der Klient jetzt für sich die Hypothese entwickeln, dass es sinnvoll ist, einem Kind Regeln aufzuzeigen, für dieses Kind eine starke Person zu sein usw., weil sich dann das Kind in diesem Rahmen sicher fühlt. Denn wenn ein Kind den Freiraum bekommt, kann es sich dort am besten entwickeln wenn es sich auf dieses Gefühl von Sicherheit verlassen kann. Der Klient kann jetzt beide Rollen gut vertreten und fühlt sich dabei sehr wohl, denn er weiß, dass diese so verschiedenen Erziehungsstile für ihn kein Wiederspruch mehr darstellen.
Dieses Beispiel scheint für den Leser dieses Artikels möglicherweise eine ganz klare Geschichte zu sein und stellt für ihn kein Wiederspruch dar,aber für Klienten ist es oft so, dass einfache Zusammenhänge aufgrund ihrer Blockaden oder aufgrund des Stressempfindens nicht gesehen werden. Erst eine Beratung wie das Autonomietraining, bringt den Klienten in eine Situation, in der sich Blockaden lösen und seine Sichtweise offener wird.
Aufwand und Erfolg im Autonomietraining
Prof.
Dr. Grossarth – Maticek beschreibt in seinen Studien dass nach seiner Erfahrung
eine Interventionsdauer von ein bis fünf Sitzungen ausreichen, um langfristig
für den Klienten etwas, im Sinne von mehr Selbstregulation, zu verändern und damit zu
langanhaltender Gesundheit zu führen. Nach seinen Beschreibungen kommt es
vor, dass Klienten zunächst die selbst erarbeitet Lösung nicht annehmen. Aber im Laufe der Zeit konnte Grossarth – Maticek feststellen, das die Klienten dann
doch, manchmal Jahre später, die neuen Argumente ausprobiert haben und sich
eine positive Veränderung in ihrem Verhalten daraus ergab. Ein Vorteil dieser
Studie war, dass sie in einem Zeitrahmen von über 20 Jahren
stattfand und damit auch eine Langzeitwirkung untersucht werden konnte. Da
diese Studie eine systemische Studie war, gibt es viele Ergebnisse in denen die
Wechselwirkung einzelner Faktoren deutlich wurde. Um deutlich zu machen, was
Gesundheit ausmacht, habe ich nur einige Grafiken aus den vielen ausgesucht, die
zeigen sollen, wie einzelne Faktoren sich in ihrer Wechselwirkung auf die
Gesundheit auswirken. Und wie sich eine Intervention, in diesem Fall das
Autonomietraining, verändernd auf das bisherige Ergebnis auswirkt.
Bitte schauen Sie sich die Punkte 15 und 16 an. Hier sehen Sie die Wirkung von Stress in Verbindung mit entweder der familiär-genetischer Belastung oder den physischen Risikofaktoren. Die Faktoren im einzelnen haben nur einen geringen Einfluss auf ein Krebserkrankung. Punkt 17 Zeigt die dramatische Entwicklung wenn alle Faktoren einwirken.
Hier zeigt sich die Wirkung des Autonomietrainings auf Sterberate bei Kebserkrankung. In der Therapiegruppe wurden 30 per Zufall ausgewählte Personen mit dem Autonomietraining beraten. Die Kontrollgruppe wurde nicht mit dem Autonomietraining beraten.
Die Therapiegruppe steht mit einer Überlebensrate von 56% der Kontrollgruppe mit einer Überlebensrate von nur 3% gegenüber.
![]()
Einen Kommentar schreiben
Hinweis: Mit * markierte Felder sind Pflichtfelder. Die E-Mail-Adresse wird nicht auf der Website angezeigt.